Traumafolgeerkrankungen im Kindes- und Jugendalter verstehen und fachlich einordnen
Programm:
Traumatische Erfahrungen können die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen nachhaltig prägen. In diesem Seminar werden die unterschiedlichen Traumafolgeerkrankungen sowie ihre kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen auf Entwicklungsprozesse fachlich fundiert dargestellt. Dabei profitieren die Teilnehmer*innen von der umfassenden Erfahrung unseres Referenten Dr. Khalid Murafi, der seit vielen Jahren schwierigste Fälle von Traumatisierung und Traumafolgen begleitet.
Fragen, die in diesem Seminar beantwortet werden:
- Welche Symptome sind typische Hinweise auf Traumafolgestörungen und wo werden sie häufig missverstanden oder falsch eingeordnet?
- Was passiert biologisch im Gehirn und Nervensystem, wenn junge Menschen wiederholt belastende Erfahrungen machen?
- Warum reagieren traumatisierte Kinder manchmal scheinbar unlogisch, aggressiv, erstarrt oder völlig angepasst?
- Wie hängen traumatische Beziehungserfahrungen mit Identitätsentwicklung und innerer Stabilität zusammen?
- Wie kann ich traumabezogene Dynamiken in Familien- oder Hilfesystemen besser verstehen und fachlich einordnen?
Daraus werden Konsequenzen für professionelle Hilfeplanung, passende Interventionen und die Auswahl unterstützender Angebote abgeleitet.
Das Seminar stärkt die Fähigkeit, nicht nur sichtbare Symptome in den Blick zu nehmen, sondern auch tieferliegende Ursachen mitzudenken und professionell handlungsfähig zu bleiben.
Gleichzeitig wird die eigene emotionale Belastung berücksichtigt: Wie können Fachkräfte mit berührenden oder herausfordernden Erlebnissen umgehen, welche Formen der Selbstreflexion unterstützen dabei, achtsam zu bleiben, und was benötigen junge Menschen mit Traumafolgen, um Sicherheit und Stabilität entwickeln zu können?
Methoden:
Fachlicher Input, Praxisnahe Fallbeispiele, Gemeinsame Reflexion und Austausch, Transfer in den beruflichen Alltag
Zielgruppe:
Das Seminar richtet sich an Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe, der Eingliederungshilfe, dem Gesundheitswesen sowie angrenzenden psychosozialen Arbeitsfeldern, aber auch Mitarbeiter*innen aus Beratungsstellen, Kitas, Schulen sowie therapeutischen und sozialpsychiatrischen Diensten profitieren von den Inhalten.